Jedes Problem, jeder Konflikt entsteht aus einem Gefühl des Getrenntseins und der Abspaltung.

Bei Heilung geht es um Ganzwerdung, um Verbindung, um Integration der abgespaltenen Teile, also um Selbtwerdund und Selbstverwirklichung.


Wenn wir über Gesundheit sprechen, dann meinen wir, frei sein von einem oder mehreren Symptomen, die uns in unserer Funktionstüchtigkeit einschränken. Wir wollen möglichst schnell wieder funktionsfähig sein. Es ist uns nicht wichtig, was zu der Erkrankung oder zu dem Symptom geführt hat, wir wollen, dass es verschwindet. Damit wir möglichst schnell wieder in unserer gewohnten Bahn weiterlaufen können, damit wir wieder „die Alten“ sind. Hier setzt die Schulmedizin ein. Sie bringt Symptome zum Verschwinden und repariert und restauriert den Körper. Sie macht uns wieder funktionsfähig. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Heilung, aber nicht mit Heilung gleich zu setzen. Damit sehen wir aber auch schon, dass der Streit, wer heilt und wer recht hat, zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden im Grund ein Missverständnis ist.  Denn wenn die Medizin den Körper nicht wieder in Ordnung bringen kann, dann gibt es auch kein Heilwerden. 

Junge Frau mit LuftballonsHeilung bedeutet jedoch was anderes. Bei Heilung geht es um Ganzwerdung, um Verbindung, um Integration, um Selbstverwirklichung. Etwas, wovon wir uns als getrennt empfinden, zu uns zurück zu holen, uns damit zu verbinden. Etwas, wonach wir uns sehnen, selbst zu verwirklichen. Denn jedes Problem, jeder Konflikt entsteht aus einem Gefühl des Getrenntseins, der Abspaltung. Wir fühlen uns getrennt von einem geliebten Menschen, erleben den anderen als kalt, abweisend, strafend, kritisch, beurteilend etc. Wir erleben uns ungeliebt und abgelehnt, in unserem Freiraum eingeschränkt, belastet, überfordert. Also getrennt von Liebe und Zuwendung.

Rund um uns, also da draußen sind die Faktoren, die uns Leid bringen, die vermeintlich mit uns nichts zu tun haben. Der weitverbreitete Lösungsansatz ist der, dass sich der andere nur mehr anstrengen und verbessern sollte. Er oder Sie sollte sich verändern, damit es uns gut geht. Er oder Sie ist doch schließlich „schuld“ daran, dass wir leiden....

Da jedoch diese Abspaltung und Trennung nur aus unserer eingeschränkten Sicht entsteht, ist sie eine Illusion. Wir sind auf der Ebene von den kleinsten elementaren Teilchen, den Quanten, mit allem verbunden. Denn wird Materie in kleinste Teilchen aufgespalten, dann entsteht das Phänomen, dass diese Teilchen trotzdem miteinander verbunden bleiben und jede Veränderung des einen gleichzeitig auch beim anderen sichtbar wird. Ganz besonders spannend wird es, wenn Quanten beobachtet werden, denn der Beobachter beeinflusst ihre Erscheinungsform. Das was er oder sie erwartet zu sehen, dem entspricht die Erscheinungform der Quanten. Die äußere Realität steht also in Zusammenhang mit unserer inneren Realität. 

Wenn es also diese Trennung gar nicht gibt, hat dass, was uns begegnet, wovon wir betroffen sind, etwas mit uns selbst zu tun. Wir selbst haben diese Situationen erschaffen, um uns unseres Selbst bewusst zu werden. Um Aspekte von uns zu erkennen. Um jene Teile, die wir nur im Außen wahrnehmen, zu integrieren. Um alle Aspekte von uns selbst zu vereinen und so mehr und mehr ganz zu werden. Um uns mit uns selbst zu verbinden und unser Wesen zu verwirklichen.

Heilung entsteht, wenn wir das Außen als Spiegel für unser Inneres nutzen und in uns verborgene Anteile dadurch entdecken. In Beziehungen begegnen wir Menschen, die mit uns in Resonanz stehen und über die wir etwas über uns selbst erfahren können. Statt zu versuchen, den anderen zu ändern, wenden wir uns unseren inneren "Kellerkindern" zu und schenken ihnen Aufmerksamkeit. Dies sind Gefühlen aus alten Verletzungen, die wir ins uns tragen und die vom anderen nur ausgelöst wurden. Unser Gegenüber zeigt uns nur, wo wir uns noch zu wenig lieben, wo wir uns kritisieren, kleinmachen und zu wenig achten. Das, was uns der andere antut, tun wir uns unbewusst selbst an. In dem Moment, wo wir uns das klar wird, können wir uns aus dieser Verstrickung und Abspaltung lösen. Durch das bewusste Annehmen dieser verdrängten inneren Anteile und durch achtsame, liebevolle Aufmerksamkeit, fließen belastende Emotionen ab und wir werden ganz und heil.
 

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Silvia Brejcha
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