Aus falsch verstandener Liebe, neigen Eltern manchmal dazu, möglichst dem Willen des Kindes zu folgen und ihm kaum Grenzen zu setzen. Damit fühlt sich das Kind jedoch nicht geborgen und rebelliert gegen diese Überforderung. Klare Grenzen geben dem Kind sowohl Orientierung als auch Sicherheit.

Wenn dich dein Kind zum Wahnsinn treibt, keine Regeln akzeptieren will und mit Tobsuchtsanfällen reagiert, sobald etwas nicht nach seinem Willen geht, kann dies verschieden Gründe haben:

Kleinkind schreiendDein Kind spürt instinktiv, dass du nicht in deiner elterlichen Autorität und Kraft bist und widersetzt sich deshalb deinen Regeln

Dein Kind fühlt sich nicht sicher und fordert dich so heraus, Grenzen zu ziehen

Dein Kind hat für dich die Vater oder Mutterrolle eingenommen und ist damit völlig überfordert

Dein Kind ist durch ein ungelöstes traumatisches Ereignis in der familären Vergangenheit belastet

Dein Kind versucht durch sein Verhalten auf den „fehlenden“ Vater aufmerksam zu machen

Wie kommt es zu diesen Dynamiken?

Aus falsch verstandener Liebe, neigen Eltern manchmal dazu, möglichst dem Willen des Kindes zu folgen und ihm keine Grenzen zu setzen. Damit fühlt sich das Kind jedoch nicht geborgen, denn klare Grenzen geben dem Kind sowohl Orientierung als auch Sicherheit.

Wenn Eltern unsicher sind und die Rolle von Mutter und Vater nur spielen

Oft fühlen sich die Eltern selbst innerlich sehr unsicher, sind unklar, wie sie die Aufgabe als Mutter oder Vater gut bewältigen können und spielen nur die Rolle „Mutter“  oder „Vater“. Ein Kind ist ein fühlendes Wesen, das man mit Worten nicht täuschen kann. Da der Hauptteil unserer Kommunikation nonverbal verläuft,  spürt es, ob die Eltern wirklich die großen, starken, erwachsenen Personen sind oder ob sie dies nur vorgeben. Ist das Verhalten der Eltern nicht authentisch, sondern im Widerspruch zu dem, was sie dem Kind nonverbal durch Verhalten, durch Körpersprache, Mimik, Gestik und vor allem Ausstrahlung auf energetischer Ebene vermitteln, dann wird das Kind verunsichert  und durch dieses Verhalten irritiert. Es ist trotz vorhandener Eltern auf sich selbst geworfen. Da es instinktiv weiß, dass es ohne elterliche Fürsorge nicht überleben würde, fordert es mit seinem Verhalten die Eltern heraus, endlich die Erwachsenenposition einzunehmen und sozusagen zu beweisen, dass sie die Stärkeren sind.

Kinder machen durch ihr Verhalten auf emotionale Belastungen im System aufmerksam

Kinder lieben beide Eltern absolut und sind Teil des Familiensystems. So wirken auf sie unbewusst Belastungen aus dem Familienschicksal. Kinder machen durch ihr Verhalten auf emotionale Belastungen im System aufmerksam. Wenn Eltern oder Großeltern Schweres erlebt haben und die daraus resultierenden Emotionen nicht verarbeitet, sondern verdrängt haben, dann schwirrt diese emotionale Energie im System herum und verteilt sich auf die Nachkommenden. Diese erleben dann Emotionen, welche nicht wirklich aus eigenem Erleben kommen und agieren diese Emotionen aus.


Dazu ein Beispiel:

Die Mutter verliert ihre eigene Mutter als Kleinkind, da diese früh stirbt. Dies ist ein traumatisches Erleben für die Mutter. Doch für die Verarbeitung der damit verbundenen Gefühle ist sie in dieser Situation noch zu klein. Die einzige Möglichkeit, die sie hat, ist die Gefühle von Angst, Schock und Trennungsschmerz und Trauer zu verdrängen. Gefühle sind jedoch Energie, sie verschwinden nicht, sie werden nur verlagert. Die Folge kann sein, dass die Tochter dieser Frau zu einem extrem anhänglichen und ängstlichem Kind wird. Dieses Kind leidet unter Trennungsangst, fängt sofort zu weinen an, sobald sich die Mutter nur ins andere Zimmer entfernt, kann schlecht einschlafen und ist kaum zu beruhigen, sobald die Mutter nicht in der Nähe ist. Scheinbar gibt es dafür keinen Grund. Doch wenn man nun den oben beschriebenen Zusammenhang erkennt, ist das Kind mit den verdrängten Emotionen der Mutter belastet und agiert sie aus. Die Lösung ist, dass sich die Mutter dieses Kindes ihren unverarbeiteten Emotionen stellt und diese auflöst, dann wird sich das Kind ebenfalls entspannen und beruhigen. Das Kind zu behandeln führt meist zu  keiner befriedigenden Lösung, da das Kind nicht selbst die ursächliche Situation erlebt hat, sondern die Gefühle nur übernommen hat.



Wenn in der Familie ein Bruch zwischen Mutter und Großmutter, zwischen Vater und Großvater oder zwischen Vater und Großmutter und zwischen Mutter und Großvater stattgefunden hat, dann fehlt dem entsprechenden Elternteil die Kraft, die aus dieser Verbindung fließt. Das innere Kind des Elternteils bleibt dadurch oft in einer hilflosen, alleingelassenen Emotion stecken. Das reale Kind dieser Person spürt das Defizit und versucht unbewusst dem Vater oder der Mutter diesen fehlenden Elternteil zu ersetzen. Es verliert dadurch jedoch die Kindposition und es kommt zu einem unbewussten Rollentausch. Das Kind tritt an die Stelle des Erwachsenen und liebt den Elternteil wie ein Vater oder eine Mutter. Damit ist es jedoch absolut überfordert. Es rebelliert dann gleichzeitig gegen diese Belastung und den Elternteil, lässt sich nichts mehr sagen, benimmt sich unpassend und grenzüberschreitend.

Der ausgeklammerte oder fehlende Vater

In einer Familie müssen alle Mitglieder geachtet werden, die dazu gehören. Wenn durch eine Trennung der Eltern, der Vater keinen Kontakt mehr zum Kind hat, dann kann die Folge sein, dass das Kind die Mutter dafür unbewusst verantwortlich macht und gegen sie Mutter rebelliert. Die Mutter muss dann sowohl die mütterliche als auch die väterliche Kraft aufbringen, um dem Kind die nötige Sicherheit zu geben. Das bedeutet, sie muss lernen entsprechende Grenzen zu ziehen und den Vater trotz persönlicher Enttäuschungen oder Verletzungen zu achten. Wenn ihr dies gelingt, dann kann sich das Kind entspannen. Wenn sie den Vater jedoch ablehnt, fühlt sich das Kind ebenfalls abgelehnt, da es ohne diesen Vater nicht da wäre und diesen genauso liebt, wie du Mutter. 

Wie könnte eine gute Lösung aussehen?

1.       Durch System-Energethik die Beziehung zu den eigenen Eltern klären
2.       Die eigene Autorität durch Voice Dialogue stärken
3.       Klar kommunizieren und konsequent sein
4.       Selbstliebe und Selbstrespekt steigern
5.       Kind oft in den Arm nehmen und festhalten
6.       Den Vater energetisch wieder reinholen

Der PURNIMA Blog

Silvia Brejcha
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